Dem Standortmarketing auf den Zahn gefühltZürich/Pfäffikon – Die 3. Schwerpunktfachklasse Wirtschaft und Recht der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) in Pfäffikon hatte kürzlich die Gelegenheit die Standortmarketingorganisation Greater Zurich Area AG in Zürich zu besuchen.
Standortmarketing stand kürzlich im Zentrum des Interesses einer 3. Wirtschaftsklasse der KSA. Claudia Magri, Head of Communications, hiess im Büro der Greater Zurich Area AG die neugierigen Schülerinnen und Schüler willkommen. Die Wirtschaftsklasse von Dr. Stefan Bättig war sehr gespannt darauf, welche Aufgabe dieses Unternehmen für den Wirtschaftsraum Zürich wahrnimmt. In der folgenden Stunde referierte Claudia Magri über die Arbeit der Greater Zurich Area AG und den Wirtschaftraum Zürich. Danach gab es für die Referentin viele Fragen zu beantworten.
Für acht Kantone und zwei Städte tätig Die Greater Zurich Area AG zeigt sich als ein sehr vielfältiges und nutzbringendes Unternehmen. Ihre Hauptaufgabe ist es, ausländische Unternehmen aus dem EU-Raum, Amerika oder Asien in den Wirtschaftsraum Zürich zu holen. Die Organisation arbeitet heute für acht Kantone und zwei Städte– darunter auch für den Kanton Schwyz. Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area erstreckt sich von Schaffhausen bis Zug und von Graubünden bis Solothurn.
Die Greater Zurich Area AG begleitet Unternehmen, die ein konkretes Interesse am Wirtschaftsraum Zürich als Standort für ihr Unternehmen bekunden, bei der Standortauswahl und arbeitet dabei eng mit den Kantonen zusammen. Hat sich ein Unternehmen für einen konkreten Standort entschieden, wird das Projekt an die Wirtschaftsförderungsstelle des jeweiligen Kantons abgegeben, die das Unternehmen bei der eigentlichen Ansiedlung begleitet.
Nicht nur steuergünstige Gemeinden werden bevorzugt Mit grossem Erstaunen haben die Schülerinnen und Schüler festgestellt, dass nicht einfach immer die Gemeinden mit sehr tiefen Steuersätzen – wie Freienbach oder Wollerau – bevorzugt werden. Die Steuern sind zwar ein wichtiges, aber nicht das einzige Auswahlkriterium bei der Standortwahl. Eine wichtige Rolle können zum Beispiel auch die Infrastruktur, die Lebensqualität und die Qualität der Bildungs- und Forschungsinstitutionen spielen. Sehr wichtig ist auch die Frage, ob das Unternehmen in der Region genügend Arbeitskräfte finden kann. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten konnten nach der offenen Diskussion mit Claudia Magri viel Neugelerntes mit nach Pfäffikon, einem der Hedgefonds-Zentren der Schweiz, nehmen.
Text: Luka Markic, 3g Foto: Yaël Höhn, 3d
 Legende: Wirtschaftsklasse der KSA zusammen mit Claudia Magri, Head of Communications und Dr. Stefan Bättig, Wirtschaftslehrer |