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Rundgang durchs Schulhaus

 

Bilder 2-4: Chat mit den ePals

 

Videokonferenz mit der sociology class der Nanuet Senior High School in New York State

Horizonterweiternder Austausch

Ein ePal Projekt im Englischunterricht an der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA)

von Kopika Disendran, Carolyn Isenegger, Joy Rauchenstein, S2F

Seit Anfang September 2017 steht die Klasse S2F am Schulstandort Nuolen in Kontakt mit einer Gruppe von 19 Teilnehmern einer sociology class der Nanuet Senior High School in New York State. - Bericht von einem interessanten Projekt.

Auf der Webseite www.epals.com können sich Lehrpersonen aller Schulstufen in allen Schulfächern mit Kolleginnen und Kollegen weltweit vernetzen. Die Englischlehrerin der Klasse S2F, Andrea Zibung, wurde über das interne Mailsystem auf besagter Webseite von einem High School Lehrer, der sociology unterrichtet, mit der Anfrage zur Zusammenarbeit kontaktiert. Die weitere Projektplanung erfolgte über Emailkorrespondenz und mehrere Skype-Sitzungen.

Zufällig waren die Gruppen an beiden Schulen gleich gross und so wurde jeder und jede aus der Klasse an der KSA je einem Schüler oder einer Schülerin aus den USA zugeteilt. Nach der ersten Kontaktaufnahme und gegenseitigem Kennenlernen über Emails erhielten die Schülerinnen und Schüler in einem 10-Tage Rhythmus Themen, über die sie sich gegenseitig berichteten. So erfuhren die Gymnasiasten an der KSA viel Spannendes über amerikanische Bräuche wie Halloween oder Thanksgiving und konnten ihren ePals über unsere Traditionen erzählen (z. B. Samichlaus, Weihnachten, Neujahr).

Reger Austausch

Fragen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen und wie die Schweiz und USA damit umgehen, behandelten die Schülerinnen und Schüler in Vierergruppen kollaborativ auf google docs. Neben anderen offiziell gestellten Aufgaben (Bericht über die Herbststudienwoche oder Einblick in den Schulalltag) begannen viele Schülerinnen und Schüler auch privat Kontakt aufzubauen, wodurch sie Details über das soziale Umfeld und den Tagesablauf ihrer Partner erhielten.

Bei den meisten Paaren klappte der Austausch sehr gut, wohingegen andere eher spärliche Antworten erhielten. Das regelmässige Schreiben und Lesen der Emails half allen trotzdem, ihre Englischkenntnisse zu verbessern.

Videokonferenz

Die Ankündigung einer Videokonferenz mit den amerikanischen Kollegen hinterliess bei den meisten anfangs ein mulmiges Gefühl, denn es ging schliesslich darum, Auge in Auge live miteinander zu kommunizieren.

Aufgrund der Zeitverschiebung von sechs Stunden und der jeweiligen Stundenpläne war die Skype-Konferenz nur an einem Mittwochnachmittag möglich. Zu Beginn der Skype-Session am Samichlaustag kommunizierten alle bzw. die Lehrpersonen zuerst im Plenum. Beide Klassen hatten im Vorfeld Fragen vorbereitet. Das Quiz war ein Kopf an Kopf Rennen, welches die KSA-Klasse schliesslich knapp gewonnen hat.

Danach verteilten sich die Schülerinnen und Schüler im Schulhaus und führten über iPads oder iPhones in Partnerarbeit mit den Amerikanern eine Videokonferenz. Die Jugendlichen stellten einander Fragen und führten durch die Schulhäuser. Auf beiden Seiten war am Anfang Nervosität spürbar, aber mit der Zeit gewöhnten sich alle an die Situation und zum Schluss fühlten sich alle sehr wohl. Die Verbindung brach manchmal ab, aber das war kein grosses Problem. Da nur etwa eine halbe Stunde für die individuellen Gespräche vorgesehen war, ging die Zeit schnell vorbei. Die Konferenz ist viel besser gelaufen, als viele gedacht haben.

Unvergesslich

Nach dem offiziellen Austausch wurden die Benutzernamen in den sozialen Netzwerken ausgetauscht. Einige erstellten sogar Gruppen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler der KSA und die Partner an der Nanuet Senior High School regelmässig schreiben und Fotos austauschen.

Dieses Projekt hat den Schülerinnen und Schülern geholfen, Freundschaften mit Jugendlichen aus den USA zu knüpfen. Durch den regen Austausch erhielten sie eine sehr gute Übung, ihr Englisch mündlich sowie auch schriftlich zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler sind sich einig: "Wenn wir wieder die Chance hätten, an einem ähnlichen Projekt mitzumachen, würden wir mit Sicherheit zustimmen, denn diese Erlebnisse werden wir nie vergessen. Wir sind unserer Englischlehrerin Frau Zibung sehr dankbar, dass sie so viele Stunden ihrer Freizeit in dieses Projekt investiert hat, um einen für uns horizonterweiternden Austausch zu ermöglichen."