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Katya Georgieva mit Bronzemedaille der Biologie-Olympiade (Foto: Karin Thiele)

Kanti-Schülerin gewinnt Bronzemedaille an der Biologie-Olympiade

Blütenblätter zählen, Schweinefüsse sezieren, Gene manipulieren: An der kürzlich stattgefundenen Biologie-Olympiade trafen junge Talente auf vielseitige Herausforderungen. Am nationalen Finale in Bern nahmen die besten 17 von ursprünglich über 1800 Kandidatinnen und Kandidaten teil. Mit dabei war Katya Georgieva aus Pfäffikon, die an der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) kurz vor dem Abschluss der Matura steht.

Die Biologieprüfung war soeben beendet. Und nun mussten die Schülerinnen und Schüler der Schwerpunktfachklasse Biologie & Chemie auch noch die Prüfung für die erste Runde der Biologie-Olympiade ausfüllen! Die Fragen waren schwierig und gingen deutlich über den Unterrichtsstoff am Gymnasium hinaus. Deshalb machte sich Katya Georgieva keine grossen Hoffnungen, eine Runde weiterzukommen und war umso mehr überrascht, dass sie den 27. Rang erreicht hatte und zur Vorbereitungswoche für die 2. Runde eingeladen wurde. In dieser Woche wurde in Vorlesungen durch Studierende der Universität Bern Fachwissen vermittelt. Aufgrund der Corona-Pandemie nahm Katya jedoch nicht daran teil. Die Prüfung der zweiten Runde absolvierte sie trotzdem und erreichte dabei auch ohne Vorbereitung den 9. Platz!

Praktische Fähigkeiten gefragt
Die dritte Runde, an der die besten 20 Kandidatinnen und Kandidaten teilnahmen, fand wiederum an der Uni Bern statt. Doch nun waren praktische Fähigkeiten und der Umgang mit biologischen Problemstellungen gefragt. An vier Tagen wurde von früh bis spät mikroskopiert und seziert, Bakterien wurden gentechnisch verändert, die Artenvielfalt auf Inseln mit mathematischen Modellen berechnet, Flavonoide aus Basilikum destilliert, am Computer Infektionen simuliert und vieles mehr. Aufgaben aus insgesamt 16 Teilbereichen der Biologie mussten anhand von schriftlichen Arbeitsanleitungen selbstständig erledigt sowie theoretische und praxisbezogene Fragen dazu beantwortet werden. Zeitstress und vernetztes Denken gehörten zum Alltag, sodass die Teilnehmenden abends erschöpft in die Jugendherberge zurückkehrten. Dort konnten beim Abendessen und beim Ping-Pong-Spiel der Stress abgeschüttelt und neue Freundschaften geschlossen werden.

Viel gelernt und Selbstbewusstsein gestärkt
Katya, die in der Woche nach der 3. Runde der Olympiade ihre schriftlichen Maturaprüfungen abgelegt hat, schaut positiv zurück. Sie habe viel gelernt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Es sei wichtig, "es einfach zu versuchen". Und obwohl sowohl die theoretischen als auch die praktischen Prüfungen den Teilnehmenden viel abverlangten, resultierte für Katya am Ende mit dem 10. Rang eine Bronzemedaille. Für den bevorstehenden Numerus clausus für das Medizinstudium sind die gesammelten Erfahrungen Gold wert!

 
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