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Aktuell

Die neue FMS-Klasse in einer ihrer ersten Lektionen.

Start ins Schuljahr 2020/21

Am Montag, 17. August 2020, begann an der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) das Schuljahr 2020/2021. Insgesamt 161 neue Schülerinnen und Schüler in sieben ersten gymnasialen Klassen sowie einer Klasse der Fachmittelschule (FMS) wurden an den Schulstandorten in Nuolen und Pfäffikon begrüsst.

Schuljahreseröffnung in Zeiten von Covid-19
Nachdem im 2. Semester 2019/20 aufgrund des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie die Promotion ausgesetzt wurde, soll das Schuljahr 2020/21 regulär mit Semesterzeugnissen abgeschlossen werden. Deshalb stand die Schuljahreseröffnung an der KSA in diesem Jahr ganz unter dem Zeichen von Covid-19. So trafen die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler sowie alle anderen Klassen am Morgen bereits maskentragend im Schulhaus ein. Die Wiedersehensfreude war gross, hatte doch seit Mitte März kein Präsenzunterricht mehr stattgefunden. Vor dem Start in den Schulalltag wurden alle Schülerinnen und Schüler genau über das bestehende Schutzkonzept der KSA informiert und an die Einhaltung der Regeln erinnert.

Fakten und Zahlen
Die Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) beginnt das neue Schuljahr 2020/2021 mit insgesamt 607 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr 583) in 29 Klassen, 86 Lehrpersonen, 27 Mitarbeitenden und zwei Lernenden. Am Standort Pfäffikon werden 16 gymnasiale sowie vier FMS-Klassen unterrichtet; neun Gymi-Klassen sind dem Standort Nuolen zugeteilt. Die Schülerschaft setzt sich aus 383 Mädchen und 224 Knaben zusammen (Vorjahr 370 Mädchen, 213 Knaben).

Aufteilung der Klassen
Bei der Anmeldung an die KSA konnten sich die neu eintretenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten entscheiden, ob sie ihre Stärken im mathematisch-naturwissenschaftlichen oder im sprachlichen Profil vertiefen wollen. Für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Weg haben sich 85 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 71), davon 39 Mädchen und 46 Knaben, entschieden. Das sprachliche Profil wählten insgesamt 56 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 54), davon 47 Mädchen und 9 Knaben. Eine der drei Klassen im Sprachprofil wird bilingual geführt, d.h. mehrere Fächer, darunter Geschichte, Geografie und Mathematik werden von Beginn an auf Englisch unterrichtet. Die erste Klasse der FMS besuchen 20 Schülerinnen und Schüler (13 Mädchen und 7 Knaben), im Vorjahr waren es total 18.

Umfassendes Bildungsangebot
Auftrag und Ziel der Kantonsschule Ausserschwyz ist es, den jungen Menschen aus der Region eine qualitativ hochstehende und umfassende Bildung anzubieten. Als einziges Gymnasium im Kanton Schwyz bietet die KSA sieben Schwerpunktfächer sowie eine Auswahl von 13 Ergänzungsfächern an. Dazu kann im sprachlichen Profil die Bilinguale Maturität gewählt werden.

Auch die Fachmittelschule (FMS) im Berufsfeld Pädagogik weist ein attraktives Schulprogramm auf. Die Möglichkeit, anschliessend die Fachmaturität zu erwerben, öffnet den Weg an eine Pädagogische Hochschule. Die Fachmaturität ist der höchste Abschluss an der FMS. Erfreulicherweise werden nahezu alle Schülerinnen und Schüler, welche im letzten Schuljahr den Fachmittelschulabschluss erworben haben, nun auch den Fachmaturitätsabschluss anstreben.

"Bring your own device"
Aus Studium und Berufsleben sind Computer und Internet nicht mehr wegzudenken. Deshalb gehören an der KSA elektronische Arbeitsgeräte bereits seit vielen Jahren zum Schulalltag. Seit vier Jahren bringen alle neu eintretenden Schülerinnen und Schüler ein persönliches elektronisches Arbeitsgerät in den Unterricht mit und alle Lernmaterialien werden elektronisch abgegeben. Gerade im vergangenen 2. Semester des Schuljahres 2019/20 zeigte sich der Nutzen dieser Methodik; so konnte der Unterricht während des Lockdowns rasch und effizient auf Fernunterricht umgestellt werden.

Personelles
Auf Ende Schuljahr 2019/20 haben folgende Lehrpersonen die Schule verlassen:
• Stefan Walser (Physik, Pensionierung)
• Yvonne Leisibach (Mathematik, Pensionierung)
• Beat Kissling (Pädagogik & Psychologie, Pensionierung)
• Marco Beeler (Sport)

Ab Schuljahr 2020/2021 sind folgende neue Lehrpersonen an der KSA tätig:
• Silvia Gamper (Physik)
• Julia Rauchenstein (Mathematik)
• Claudia Ruprecht (Biologie)
• Benjamin Roth (Pädagogik & Psychologie)
• Rahel Trinkler (Klarinette)
• Lea Wiederkehr (Musik)

Zusammensetzung der Schulleitung (keine Änderungen gegenüber 2019/2020):
• Dr. Martin von Ostheim, Rektor
• Christian Albrecht, stv. Rektor
• Karin Thiele, Prorektorin
• Felix Rauchenstein, Prorektor
• Richard Carletti, Verwalter

 

Aktkuelle Informationen zu COVID-19

    • Das Bildungsdepartement hat für das neue Schuljahr festgelegt, dass die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Sommerferien im Präsenzunterricht erfolgen wird (vgl. Medienmitteilung des Kantons Schwyz). 

    • Die in der KW 39 geplanten Sonderwochen (Studienwochen, Bildungsreisen und Sprach­aufenthalte) sind alle abgesagt. Stattdessen findet in dieser Woche gewöhnlicher Unterricht nach Stundenplan statt.

    • Detaillierte Informationen an die Eltern und Schülerschaft erfolgen gegen Ende der Sommerferien.

Stand: 10.08.2020

 

Maturazeugnisübergabe

Alle haben die Matura- und Fachmittelschulprüfungen an der Kan-tonsschule Ausserschwyz (KSA) bestanden

Im Gegensatz zum Kanton Zürich wurden im Kanton Schwyz am Gymnasium und an der Fachmittelschule die schriftlichen Abschlussprüfungen durchgeführt. Nun ist das Resultat bekannt: An der KSA haben alle Kandidatinnen und Kandidaten die Matura bzw. den Fachmittelschulabschluss bestanden. Die Maturazeugnisse wurden in einer internen Diplomübergabe überreicht.

Gross ist die Freude bei allen Kandidatinnen und Kandidaten. Alle 116 Maturandinnen und Maturanden sowie alle 18 Schülerinnen und Schüler der FMS-Abschlussklasse haben ihre Abschlussprüfungen bestanden – und so kann dieses aussergewöhnliche Schuljahr mit grosser Freude abgeschlossen werden.

Im Vorfeld der Abschlussprüfungen wurde aus der Schülerschaft aller Schwyzer Gymnasien bemängelt, dass es unfair sei, wenn im Kanton Zürich ganz auf die Abschlussprüfungen verzichtet würde und im Kanton Schwyz die schriftlichen Prüfungen geschrieben werden müssten. Es wurde sogar eine Schüler-Petition mit dem Wunsch, auf die Abschlussprüfungen zu verzichten, an den Bildungsdirektor, RR Michael Stähli, eingereicht. Grund dafür war die Sorge, aufgrund des coronabedingten Fernunterrichts die Abschlussprüfungen nicht zu bestehen. Nun ist von dieser Sorge nichts mehr zu spüren – im Gegenteil: Alle sind stolz, dass sie ein Maturazeugnis bzw. einen Fachmittelschulausweis besitzen, bei dem sie die Prüfungen auch wirklich absolviert haben. Die Noten der Abschlussprüfungen waren dieses Jahr im Schnitt sogar höher als andere Jahre. Ganz offenbar hat der Fernunterricht funktioniert.

Der Kanton Schwyz hat festgelegt, dass dieses Jahr keine Abschlussfeiern stattfinden sollen. Angesichts der aktuellen Lockerungsmassnahmen hat die Schulleitung der KSA beschlossen, alle Maturae und Maturi zu einem Essen einzuladen und ihnen auf freiwilliger Basis in Form einer internen Diplomübergabe die Maturazeugnisse zu überreichen und persönlich zu verabschieden. Da wir alle FMS-Absolventinnen nach den Sommerferien im Semester der Fachmaturität Pädagogik (FMP) wieder begrüssen dürfen, werden wir die Abgängerinnen Anfang Februar 2021 gebührend feiern.

Das beste Resultat im Fachmittelschulausweis kann Shania Laureen Felix aus Wangen mit einem Schnitt von 5.2 vorweisen, die beste Matura hat Fabienne Bisig aus Galgenen mit einem Schnitt von 5.7 abgeschlossen. Weitere herausragende Leistungen mit einem Schnitt von 5.3 und mehr haben erreicht: Joël Bachmann, Schindellegi; Leandro Bärlocher, Wilen b. Wollerau; Karin Fischer, Einsiedeln; Samira Fabienne Michel, Richterswil; Vivienne Kim Mächler, Lachen; Luca Gmür, Feusisberg; Réka Rácz, Lachen; Nadia Ebnöther, Altendorf und Luca Hegner, Siebnen. Die Schulleitung, die Lehrerschaft und die Mitarbeitenden der KSA gratulieren Fabienne Bisig und Shania Laureen Felix ganz herzlich zu diesem grossartigen Resultat und allen Absolventinnen und Absolventen zu den bestandenen Abschlussprüfungen!

 

Kantibühne 2020 - Verschiebedaten bekannt

Das diesjährige Kantitheater konnte leider aufgrund der Coron-Situation nicht durchgeführt werden. Hiermit geben wir gerne die Verschiebedaten bekannt: 

Sonntag, 21. März 2021 Premiere
Freitag, 26. März 2021
Samstag, 27. März 2021
Sonntag, 28. März 2021 Dernière

Freitag und Samstag von 20.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag von 17.00 bis 19.00 Uhr

Preise CHF 20.00 (Erwachsene) / CHF 10.00 (Jugendliche bis 18 Jahre)

 
Sarina Bauer
Sarina Bauer mit ihrem Text, welcher im March-Anzeiger und Höfner publiziert wurde, nachdem sie an einem Schreibwettbewerb der Klasse S3e teilgenommen hat.

Meinrad Inglins «Schwarzer Tanner»
in Zeiten von COVID-19

von Sarina Bauer, Wollerau

«Der Schwarze Tanner» von Meinrad Inglin. Wenn man an diese Erzählung denkt, haben die meisten Leute ein griesgrämiges Mannsbild vor ihrem inneren Auge. Das war doch einer, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges auf seinem Bergbauernhof gelebt hat und sich allem, was auch nur ansatzweise auf ihn zukam, widersetzte, bis er schliesslich dafür büsste und für eine Weile sein Leben im Gefängnis fristete.

Alles nur, weil er sein Wiesland nicht in Ackerfläche umwandeln wollte, wie es der «Plan Wahlen» vorsah, keine landwirtschaftlichen Produkte abgab, dem Staat die Bussen für seine Vergehen nicht bezahlte und obendrein noch Schwarzhandel betrieb. Er dachte, er wisse alles besser und müsse nur für sich schauen. Es sei schliesslich schon immer so gewesen und überhaupt. Es sei auch nicht der Fall, dass man sich aufgrund einer solchen Katastrophe solidarisch zeigen sollte. Hauptsache, einem selbst geht es gut. Der Hof, die Familie und man selbst. Der Rest ist doch egal, es interessiert einen nicht. Sollen sie selbst schauen, wie sie zurechtkommen. Wieso sollte man für alle anderen schuften und seine hart erarbeiteten Erzeugnisse einfach so abgeben, nur weil diese Leute zu faul sind?!

Also kurz und knapp gesagt, ist es die Geschichte eines engstirnigen Mannes und seiner Familie. Er verdrängt es, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Sonst würde er merken, dass die meisten anderen Mitglieder der Bevölkerung gar keine Chance haben, weil sie keine Selbstversorger sind. Erst ganz am Schluss merkt er, dass er stolz darauf sein kann, seinem Land zu helfen. Er kann sich einmal profilieren und sollte es geniessen, anstatt zu hadern.

Manche mögen sich jetzt vielleicht denken, schön und gut, aber schon mehr als 80 Jahre her. Weit weg für unsere Generation. Doch ist es dies wirklich? Sind wir mit COVID-19 nicht gerade wieder in eine solche Situation befördert worden, welche prädestiniert ist für sogenannte «schwarze Tanners»?

Offensichtlich ist, dass heutzutage eine andere Ausgangslage herrscht als damals. Wir befinden uns nicht im Zweiten Weltkrieg, aber dennoch sind wir, wie viele andere Länder auch, von einer weltweiten Katastrophe betroffen, die in solch einem Ausmass so gut wie nie vorkommt.

Obwohl wir nicht gegen andere Nationen kämpfen, befinden wir uns in einem erbitterten Kampf. Gegen ein unsichtbares Etwas, das wir nicht einmal sehen können. Gegen ein Virus namens SARS-CoV-2, umgangssprachlich bekannt unter dem Namen Coronavirus. Die daraus resultierende Krankheit COVID-19 nimmt uns unseren Geschmackssinn und macht uns unfähig, unser Lebenselixier, den Sauerstoff, aufzunehmen. Dies sind jedoch nur die äusseren Umstände, wo sind die schwarzen Tanners?

Wenn man in dieser Zeit mit offenen Augen durch die Weltgeschichte geht, sieht man schnell, dass man an jeder Ecke einen schwarzen Tanner trifft. Dafür muss man nicht einen abgelegenen Bergbauernhof aufsuchen, es reicht, wenn man in ein Lebensmittelgeschäft geht. Da hört man Aussagen wie: «Wieso soll ich so lange vor dem Laden anstehen? Ist doch nicht mein Problem, wenn die anderen sich anstecken. Sollen sie halt genug Abstand halten, wenn sie Angst haben. Ich bin jung und gesund, mir passiert nichts. Ich schränke mich doch nicht ein, ich verpasse doch nicht meine Jugend, wegen ein paar alter Leute, die eh nicht mehr lange zu leben haben.» Dazu muss man sagen, dass es nicht nur die jungen Leute sind. Es gibt auch ältere Menschen, die die Massnahmen des Bundes übertrieben finden.

Weil man selbst nicht unmittelbar davon betroffen ist, sieht man keinen Grund, sich den anderen Leuten gegenüber solidarisch zu verhalten. In jedem von uns steckt ein kleiner schwarzer Tanner. Es ist unsere Angelegenheit, ob wir ihn hemmungslos rauslassen oder ob er einfach irgendwo tief in uns drinnen schlummert.

Das Verhalten der Leute ist noch nicht alles. Wenn man die schwarzen Tanners auf die Staaten Europas überträgt, kann man auch gewisse Parallelen zu damals erkennen. Jedes Land schaut anfangs nur für sich, Schutzmasken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel sind Mangelware. Genau wie damals, nur sind es heute keine Lebensmittel mehr.

Wer keine eigenen Produktionsstätten für diese Dinge hat, hat ein grosses Problem. Importe sind schwierig, da keiner mehr exportiert. Alle fürchten, sie hätten zu wenig, wenn sie teilen.

Man muss als Person, als Land, als Kontinent oder sogar als ganzer Planet erst in der Krise stecken, um zu merken, dass es nur gemeinsam geht. Wie im «Schwarzen Tanner». Wenn jeder der kann, seinen Beitrag leistet, kommt es am Ende gut.

Wenn es uns allen gelingt, unseren schwarzen Tanner zu bekämpfen und seiner Stimme kein Gewicht zu geben, werden wir alle zusammen diese Pandemie besiegen. Es wird nicht nur wenige siegreiche Nationen geben, alle haben dann etwas davon. Daher sollten wir uns gegenseitig helfen und zusammenstehen, letzteres aber bitte nicht wortwörtlich!